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Sport bringt zusammen
| Nichtbehinderte und
Behinderte |
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Inländer und Ausländer
Bewegungsspiele aus anderen Ländern
Gespielt wird auf der ganzen Welt. Lernt Spiele aus
anderen Ländern kennen. Manche der Spiele werden
für Euch neu sein. Ihr werdet aber auch feststellen,
dass viele Kinderspiele gar nicht so unterschiedlich
sind. Hierzu zwei Beispiele:
oben
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Spiel aus der Türkei:
"Tilki, Tilki saatin kac"
(Fuchs, Fuchs, wie spät?)
Alle Kinder stehen in einer Reihe nebeneinander.
Auf der gegenüberliegenden Seite steht der
Fuchs etwa 15 Meter entfernt und dreht ihnen den
Rücken zu. Nun fragen die Kinder:
"Tilki, Tilki saatin kac?" (Fuchs,
Fuchs, wie spät?)
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Der Fuchs denkt sich eine Zahl zwischen eins und zehn
aus und nennt diese laut. Die Kinder machen entsprechend
viele Schritte. Sind sie in Reichweite des Fuchses angekommen,
tippt ihm ein Kind auf den Rücken und alle Kinder
rennen schnell davon. Der Fuchs versucht nun so viele
Kinder wie möglich zu fangen. Wer gefangen wurde,
ist jetzt ebenfalls ein Fuchs und darf bei den nächsten
Runden helfen, die Kinder zu fangen.
leicht verändert aus: Hofmann, Eva-Maria/Rodloff,
Susanne: Gespielt wird auf der ganzen Welt. Kallmeyersche
Verlagsbuchhandlung Seelze 2002
Zahlen in anderen Sprachen:
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Ara-
bisch |
Eng-
lisch |
Fran-
zösisch |
Grie-
chisch |
Italie-
nisch |
Marok-
kanisch |
Pol-
nisch |
Rus-
sisch |
Spa-
nisch |
Tür-
kisch |
| 1 |
wahid |
one |
un, une |
ena |
uno |
wahed |
jeden |
adin |
uno |
bir |
| 2 |
itnen |
two |
deux |
dio |
due |
tnin |
dwa |
dwa |
dos |
iki |
| 3 |
talata |
three |
troi |
tria |
tre |
tleta |
tsze |
tri |
tres |
üc |
| 4 |
arbaa |
four |
quatre |
tessera |
quattro |
arba |
cztere |
tschetirje |
cuatro |
dört |
| 5 |
hamsa |
five |
cinq |
pende |
cinque |
khamsa |
piec |
pjatje |
cinco |
bes |
| 6 |
sitta |
six |
six |
exi |
sei |
setta |
szesc |
schestch |
seis |
alti |
| 7 |
sabaa |
seven |
sept |
efta |
sette |
seba |
sedem |
sjem |
siete |
yedi |
| 8 |
tamanya |
eight |
huit |
ochto |
otto |
tmenia |
osem |
wosjem |
ocho |
sekiz |
| 9 |
tissa |
nine |
neuf |
ennea |
nove |
tse'oed |
dzewienc |
dewjatch |
nueve |
dokuz |
| 10 |
aschara |
ten |
dix |
deka |
dieci |
asjra |
dzesenc |
desjatch |
diez |
on |
Gibt es in Deiner Klasse Kinder, die noch andere Sprachen
sprechen? Oder sprichst Du selbst eine andere Sprache?
Dann ergänze die Tabelle.
oben
Spiel aus Afghanistan: Khossein
Dieses Spiel wird vor allem in Niemruz (afghanisches
Belutschistan) gespielt. Zwei Mannschaften stehen sich
in einer Reihe gegenüber. Alle stehen auf einem
Bein und jeder hält mit der rechten Hand den großen
Zeh seines linken Fußes fest oder mit der linken
Hand den rechten Zeh. Der Mir, der Anführer der
ersten Gruppe, versucht nun, einbeinig das Ziel zu erreichen,
das sich hinter dem gegnerischen Team befindet. Die
Gegenpartei versucht natürlich, ihn daran zu hindern,
den Zielhügel, den Tapa, zu erreichen. Aber der
Mir wird von seinem Team beschützt. Dabei entsteht
ein Gerangel zwischen den beiden Gruppen. Lässt
ein Spieler seinen Zeh los, muss er ausscheiden. Gelingt
es dem Mir, das Ziel zu erreichen, hat seine Mannschaft
gewonnen.
aus: www.afghan-aid.de/kinderspiel.htm
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Sport ohne Worte
Beim Sport werden die Regeln oder Anweisungen an die
Sportlerinnen und Sportler oft ohne Worte nur mit den
Händen, einer Pfeife oder durch Farben angezeigt.
Sammelt Begriffe aus der "wortlosen Sportsprache".
Übersetzt sie dann gemeinsam in die Sprachen, die
die Kinder in Eurer Klasse oder Sportgruppe sprechen:
Beispiele:
- gelbe und rote Karte
- T-förmige Handbewegung für eine Auszeit
- Anpfiff
- Startschuss

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Mädchen und Jungen
Nimm Deine Freundin und Deinen Freund mit in
Deinen Sportverein
Ausländische Kinder und Jugendliche, vor allem
ausländische Mädchen, sind seltener Mitglied
in einem Sportverein als deutsche. Also nimm Deinen
Freund und Deine Freundin mit in Deinen Sportverein
oder frage, ob Dich jemand mitnehmen möchte. Zeigt
den Eltern, dass ihr dort gut aufgehoben seid. Bitte
Deine Eltern, dass sie Deinen Freund oder Deine Freundin
mitnehmen, wenn sie Dich zum Training bringen und abholen.
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Mädchensportarten - Jungensportarten
Mädchen und Jungen stehen alle Sportarten offen.
Ihre Vorlieben sind aber unterschiedlich:
- Welchen Sport betreiben Mädchen? Welchen Sport
betreiben Jungen?
- Warum ist das so? Sprecht darüber mit Euren
Freundinnen und Freunden.
Auch in Deutschland durften Mädchen und Frauen
nicht von Anfang an bei allen Sportarten mitmachen:
- Welche Sportarten sind das zum Beispiel?
- Warum waren sie angeblich nichts für Frauen?
Gibt es heute noch Sportarten, bei denen Frauen offiziell,
z.B. bei Olympischen Spielen, nicht vertreten sind?
Gibt es dort umgekehrt auch Sportarten, bei denen Männer
nicht mitmachen dürfen? Welche sind das? Warum
ist das so?
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Mädchen- und Jungensport in anderen Ländern
In Deutschland bevorzugen Mädchen und Jungen zwar
häufig unterschiedliche Sportarten, wenn sie wollen,
können alle Mädchen und Jungen aber jede Sportart
ausüben. Im Grundschulalter sind auch ungefähr
genauso viele Mädchen wie Jungen Mitglied in einem
Sportverein.
- In welchen Ländern ist das anders?
- Und was dürfen die Kinder und Jugendlichen,
wenn sie hier leben?
- Was möchten sie gerne?
Sprecht über den Sport in unterschiedlichen Ländern
und Kulturen. Die Mädchen können sich überlegen,
welchen Sport sie gerne treiben würden und gemeinsam
mit den anderen überlegen, wie man sie dabei unterstützen
könnte.
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Straßenfußball
Dass auch Mädchen gerne und gut Fußball spielen,
hat sich mittlerweile herumgesprochen. Um die letzten
Vorurteile zu beseitigen, ist Straßenfußball
eine gute Idee. Hier sind die Regeln ein bisschen anders
als beim richtigen Fußball. Jedes Team besteht
nur aus vier Kindern, und zwar immer aus zwei Mädchen
und zwei Jungen. Gespielt wird auf einem kleinen Feld
von etwa 12 x 18 Metern.
Ihr könnt Straßenfußball auch so spielen:
Die von den Jungen geschossenen Tore zählen nur,
wenn auch ein Mädchen mindestens einen Treffer
erzielt hat. Von der Regel solltet Ihr aber nur dann
Gebrauch machen, wenn die Jungen tatsächlich besser
Fußball spielen als die Mädchen - und das
ist nicht immer der Fall.

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Nichtbehinderte und Behinderte
Jedes Kind kann etwas
Jedes Kind kann etwas am besten. Mit folgendem Spiel
könnt Ihr es beweisen:
| Wer kann z.B. am besten
|
mit den Ohren wackeln?
mit geschlossenen Augen einen Ball fangen? |
| Wer kann z.B. am weitesten
|
einen Kirschkern spucken?
einen Papierflieger fliegen lassen? |
| Wer kann z.B. am schnellsten
|
mit einem Rollstuhl wenden?
ein Wort nur mit den Fingern
- durch Gebärden - ausdrücken? |
Die Bewegungsaufgaben für die Rekordversuche müsst
Ihr natürlich so aussuchen, dass sie jedem Kind
in Eurer Gruppe Spaß machen und jedes Kind eine
Chance hat, wenigstens einmal zu gewinnen und entsprechend
gefeiert zu werden.
oben
Erfindet Sportspiele für Nichtbehinderte
und Behinderte
Erfindet Sportarten, die gesunde Kinder gemeinsam mit
Kindern mit ganz unterschiedlichen Behinderungen machen
könnt, z.B.
- Weitwurf im Sitzen - geht auch aus dem Rollstuhl
- "Blind" nur auf Zuruf Hindernisse umlaufen
- wer sehen kann, verbindet sich die Augen
- "Paarlauf" - es starten immer ein behindertes
und nicht behindertes Kind gemeinsam
Besucht Euch gegenseitig, ladet Euch ein und probiert
die Sportarten gemeinsam aus.

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Informiert Euch über Sportlerinnen und Sportler
mit Behinderung
Behinderte vollbringen ganz erstaunliche sportliche
Leistungen. Das beweisen sie z.B. bei den Paralympics,
den Olympischen Spielen für Behinderte, aber auch
bei jedem anderen sportlichen Wettbewerb für Behinderte.
Informiert Euch darüber. Schaut z.B. im Internet
nach. Informationen gibt es auf der Seite des Deutschen
Behindertensportverbandes www.dbs-npc.de.
Gibt es in Eurer Wohngemeinde oder an Eurem Schulort
Sportvereine für Menschen mit Behinderung? Fragt
bei der Gemeinde nach, schaut ins Telefonbuch, erkundigt
Euch in Eurem Sportverein. Bemüht Euch darum, Sportlerinnen
und Sportler mit Behinderung kennen zu lernen und sie
einzuladen.
oben
Junge und Alte
Familiensporttag
Wie wäre es mal mit einem Familiensporttag statt
Sonntagsspaziergang? Ihr könnt z.B. gemeinsam mit
Mutter, Vater, Geschwistern, Oma und Opa, Tante und
Onkel und wer sonst noch zur Familie gehört, eine
Radtour machen, ins Schwimmbad gehen, Minigolf spielen,
ein Federballturnier veranstalten, im Winter rodeln
oder Ski fahren gehen.
Ihr könnt aber auch im Garten oder irgendwo im
Freien mehrere sportliche Stationen aufbauen, die nacheinander
bewältigt werden müssen, z.B. Torwandschießen,
Ball in einen Korb werfen, Seilspringen, Tannenzapfenweitwurf,
auf einem Baumstamm balancieren, einen Graben überspringen.
Bei schlechtem Wetter gelingt ein Sporttag sogar im
Zimmer. Auch dafür fallen Euch bestimmt Bewegungsmöglichkeiten
ein. Benutzt Softbälle und erfindet eher ruhige
Sportarten, damit Ihr keinen Ärger mit den Nachbarn
bekommt - oder ladet sie einfach zum Mitmachen ein.
oben
Sport wie zu Omas und Opas Zeiten
Fragt Eure Oma, Euren Opa oder andere alte Menschen,
welchen Sport sie betrieben haben als sie so jung waren
wie Ihr heute:
- Waren sie in einem Sportverein? Wie war der Sport
im Verein?
- Wie sahen die Sportstunden in der Schule früher
aus?
Veranstaltet gemeinsam in Schule oder Verein eine Sportstunde
"wie vor 60 Jahren".
Was macht Euch und Oma und Opa noch heute gemeinsam
Spaß?
oben
Familiensportabzeichen
Wisst Ihr, was das Sportabzeichen ist?
Für das Sportabzeichen müsst Ihr in fünf
verschiedenen Leistungsgruppen zeigen, wie fit Ihr seid
und bestimmte Ergebnisse erzielen. Natürlich könnt
Ihr dafür vorher üben. An manchen Orten wird
in den Schulen für das Sportabzeichen trainiert.
Wenn Eure Schule noch nicht dabei ist, sprecht mit Eurer
Sportlehrerin oder Eurem Sportlehrer.
Das Sportabzeichen kann man in jedem Alter machen. Für
jedes Alter gibt es unterschiedliche Anforderungen.
Und auch Behinderte können mitmachen. Ihr könnt
das Sportabzeichen auch als Familie machen. Also bringt
Mutter, Vater, Schwester, Bruder, Oma und Opa in Bewegung.
Denn in der Familie macht das Sportabzeichen-Machen
besonderen Spaß. Das behaupten jedenfalls die
Familien, die damit schon Erfahrung haben, z.B. Vater,
Mutter und drei Kinder der Familie Sauter aus Hamburg
oder die Familie Eckhardt, Opa, Mutter und Kinder aus
Wiesbaden. Es gibt (fast) an jedem Ort Sportabzeichentreffs,
wo Ihr Euch unter Anleitung vorbereiten könnt.
Diese Treffs und viele weitere Informationen findet
Ihr im Internet unter www.deutsches-sportabzeichen.de.
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Reiche und Arme
Sport, der kein Geld kostet
Regt in Eurer Schule, Wohngemeinde oder Jugendgruppe
Sportveranstaltungen an, die für alle Kinder kostenlos
sind, z.B.:
- Straßenfußballturniere
- Basketball auf dem Bolzplatz
- Lauftreffs
- Inlinertouren
Nehmt selbst daran teil. Zeigt durch Euer Beispiel,
dass es beim Sport egal ist, wo ein Kind wohnt, welche
Ausbildung und wie viel Geld seine Eltern haben.
Redet mit Euren Jugendbeauftragten im Sportverein. Auch
ein Verein kann hin und wieder Sportveranstaltungen
anbieten, die für alle offen sind, auch für
die, die nicht Mitglied sind. Entwickelt Ideen, wie
auch arme Kinder und Jugendliche in Eurem Verein mitmachen
können, ohne beschämt zu werden
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Fahrradtreff und -werkstatt in der Schule
Die meisten Kinder und Jugendlichen fahren gerne Rad.
Dazu brauchen sie natürlich ein verkehrstüchtiges
Fahrrad. Beim In-Ordnung-Halten der Fahrräder könnt
Ihr Euch gegenseitig helfen. Ihr könnt z.B. anregen,
dass in der Schule eine Fahrradwerkstatt eingerichtet
wird. Die Älteren von Euch können dabei den
Jüngeren zeigen, wie's geht. Vielleicht findet
Ihr auch Erwachsene, die Euch unterstützen. Und
vielleicht gibt es Leute, die Euch Fahrräder schenken,
mit denen niemand fährt. Wenn dann alle Räder
gut in Schuss sind, macht Ihr gemeinsam eine Radtour.

oben
Sportklamottenflohmarkt
Natürlich braucht man zum Sport die passende Kleidung
und manchmal auch Sportgeräte. Aber nicht alles
muss neu sein. Veranstaltet zweimal im Jahr, einmal
im Sommer, einmal im Winter, einen Flohmarkt mit Sportklamotten.
Alles, was Euch zu klein geworden ist oder nicht mehr
gefällt, wird getauscht oder für wenig Geld
verkauft.
oben
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